as Team
Die Mannschaft ist der Star. Das gilt nicht nur im Sport, das gilt auch ganz besonders für einen gastronomischen Betrieb. Das Fischereihafen Restaurant Hamburg tritt gleich mit einer effektiven „doppelten Doppelspitze“ an. Rüdiger Kowalke (Jahrgang 1947) ist der Inhaber. Er absolvierte eine Kochlehre (1963 bis 1966) und eine Hotelfach-Ausbildung, bevor er von 1973 bis 1980 als geschäftsführender Direktor im Hotel Kaltenkirchener Hof arbeitete. 1976 wurde er in die Chaine des Rotisseurs aufgenommen. Seit 1981 ist er der Hausherr des Fischereihafen Restaurant Hamburg.
1997 ernannte er seinen Sohn Dirk (Jahrgang 1971) zum Mitinhaber. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und Koch (Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg) war Dirk Kowalke im Restaurant Jörg Müller (Sylt) und im Excelsior-Hotel Ernst (Köln) tätig. Nach seinem Einstieg in die Geschäftsführung des Hauses richtete er die kleine, feine Oyster-Bar ein.
Vater und Sohn führen das Restaurant in absoluter Gleichberechtigung. Selten gab es in der Gastronomie einen so geräuschlosen Generationswechsel. Ein reibungfreier Übergang findet auch in der Küche statt. Seit 1981 führt dort der Oberbayer Wolf-Dieter Klunker (Jahrgang 1947) das „Kommando“. Sein Sohn Jens unterstützt ihn bereits seit einigen Jahren tatkräftig. Kontinuität ist für die Zukunft also gewährleistet – und zwar auf allen Ebenen.
Dass die Oyster-Bar so ein Erfolg ist, das liegt vor allem an ihm: Richard Chaniewski, von allen Gästen und Kollegen nur „Ricci“ genannt. Der langjährige Barchef der „Insel“ und des Atlantic-Hotels steht seit Tag eins hinter dem Tresen der Oyster-Bar und sorgt mit seinen leckeren und phantasievollen Drinks dafür, dass die 15 Plätze der schmucken Cocktail-Nische oft einfach nicht ausreichen wollen. Rüdiger Kowalke: „Man muss die Menschen lieben. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, sie mit perfektem Service zu begeistern.“ Unter diesem Credo haben er und sein Sohn auch ihr Team zusammengestellt. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Ansprechbarkeit – diese menschlichen Qualitäten leben die Chefs vor, und diese Qualitäten verlangen sie von ihren Mitarbeitern. Wer sie mitbringt und in die Mannschaft aufgenommen wird, bleibt für Jahre. Viele Besucher kennen „ihre Bedienung“ – und die Kellner kennen auch „ihre Gäste“. Und oft wissen sie besser als ihre Kunden, welches Menü heute für sie das genau richtige wäre…
