ie Oyster Bar
1997. Ein markantes Jahr in der Erfolgshistorie des Fischereihafen Restaurants. Rüdiger Kowalkes Sohn Dirk wurde zum gleichberechtigten Partner ernannt und brachte gleich eine tolle Idee mit ein. Aus der Nische, in der vorher die Mäntel und Jacken der Gäste hingen und eine Telefonzelle stand, wurde in liebevoller Handarbeit ein längst unverzichtbares Kleinod der hanseatischen Cocktail-Kultur gemacht: die Oyster-Bar. „Die Maßnahme hat sich gelohnt, das Lokal ist sehr viel offener geworden“, resümiert Kowalke Senior begeistert. An den kleinen Hochtischen warten nun kurz entschlossene Besucher darauf, dass ein Tisch frei wird, und hier genießen die zufriedenen und gesättigten Gäste gern ihren „Absacker“ - oder auch zwei oder drei. „Ich hatte das Konzept der intimen ‚American Bar’ damals schon komplett fertig im Kopf“, erinnert sich Dirk Kowalke an seinen Einstieg, „aber ich absolvierte vorher doch noch einen Crachkurs als Barkeeper. Um ganz sicher zu wissen, worauf es bei einer solchen Innovation im Kern wirklich ankommt.“
Heute ist klar: in mindestens erster, zweiter und dritter Linie auf den Mann hinter dem Tresen. Und dort steht seit Beginn Richard Chaniewski, vormals Barchef der „Insel“ und des Atlantic-Hotels. „Wir sind so glücklich gewesen, dass wir ihn für die Oyster-Bar gewinnen konnten“, erzählt Dirk Kowalke, „er passte einfach perfekt zu uns.“ „Ricci“, wie er von den Kunden und Kollegen liebevoll genannt wird, ist das Herz und Hirn der Oyster-Bar. Seine konkurrenzlose Kunstfertigkeit gewährleistete, dass die Neuerung im Fischereihafen Restaurant von Tag eins an den gewohnten hohen Standard des Hauses erreichte. Seine exquisiten und phantasievoll entworfenen Mixgetränke, selbstverständlich auch ohne „Umdrehungen“ für die Autofahrer, sind Legende. Und zu den vielen flüssigen Genüssen kredenzt er den Gäste mit seiner immer freundlichen Art auch kurzweilige, nette Unterhaltung. Da ist sicher keiner „geschüttelt“, aber doch so mancher „gerührt“. Ach ja, auch „James Bond“ Pierce Brosnan hat bei „Ricci“ bereits seine Drinks geordert – und war absolut hingerissen!
„007“ war natürlich nicht der einzige Prominente, der hier bei einem edlen Getränk über Gott und die Welt sinnierte oder plauderte. Besuchen Sie die Oyster-Bar, lassen Sie Ihren Blick über die vielen Bilder an den Wänden schweifen, entdecken Sie immer neue bekannte Gesichter – und fragen Sie „Ricci“: Er hat bestimmt eine tolle Geschichte dazu auf Lager.

